Duisburg soll erlebbar grüner werden

In den Jahren 2022 und 2023 gibt es jeweils ein Sonderbudget der Stadt Duisburg über 1,5 Millionen Euro für neue Grünmaßnahmen in Duisburg.

Aus diesem Sondertopf können verschiedene Maßnahmen durch die Wirtschaftsbetriebe umgesetzt werden und Duisburg erlebbar grüner machen. 


Wildblumenwiesen

Insekten beeinflussen viele Stoffkreisläufe in der Natur, deshalb ist es wichtig, insektenfreundliche Flächen zu schaffen. Wildblumenwiesen leisten einen wichtigen Beitrag, Insekten einen Lebensraum zu geben und sorgen für ein farbenfrohes Stadtbild. Über das Sonderbudget der Stadt Duisburg „Duisburg soll erlebbar grüner werden“ können in 2022 im gesamten Stadtgebiet Wildblumenwiesen angelegt werden. Eine der ersten Wildblumenwiesen entstand 2022 im Karl-Harzig-Platz in Ungelsheim. 

Die Gärtnerinnen und Gärtner der Wirtschaftsbetriebe Duisburg bereiteten die Fläche entsprechend vor und säten anschließend eine besondere Wildblumenmischung. Nach und nach entstehen nun in Duisburg immer mehr dieser Flächen die sorgfältig ausgewählt werden. 


Streuobstwiesen

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen stellen ein vielfältiges Ökosystem mit einem Mix aus blühenden/fruchttagenden Bäumen und Wildblumen dar. Die Wiesen werden, neben der passenden Einsaat, künftig extensiv gepflegt. Das heißt, dass die Flächen nur 2 x jährlich gemäht und das Mähgut abgeräumt wird, um dem Boden Nährstoffe zu entziehen und der Pflanze die Möglichkeit der Versamung zu geben. Dies ist sehr wichtig, damit sich die Flächen in den nächsten Jahren weiterentwickeln können. Damit sind die Wiesen auch gegen lange Trockenperioden gut gewappnet. 

Aufgrund der seltenen Mahd, langen Trockenperioden im Sommer und das Fallobst im Spätsommer können die Streuobstwiesen zeitweise optisch ungepflegt erscheinen. In Absprache mit dem Umweltamt hat man sich gemeinschaftlich für Flächen entschieden, die bereits in bestimmten Grünanlagen eingebettet sind. Es sind Flächen ohne repräsentative Aufgaben, oft im Übergang zur freien Landschaft. Neben den Insekten bieten Streuobstwiesen vor allem auch den Vögeln einen Lebensraum.   

Die Gesamtkosten belaufen sich bei ca. 150.000 €. Der Ausführungszeitraum wird September bis November 2022 sein. Geplant ist, dass die Flächen im September vorbereitet und anschließend im Oktober die Obstbäume gepflanzt werden.

Auf folgenden Flächen werden Streuobstwiesen angelegt:

  • Bezirk Walsum und Hamborn:
    Overbruch/Am Gerrickshof, Größe: ca 2.700 qm
  • Bezirk Meiderich/Beeck:
    Halde Hagenshof, Größe: ca. 1.200 qm als Randstreifen
  • Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl:
    Uettelsheimer See, Größe: ca. 3.500 qm
  • Bezirk Mitte:
    Butterweg bis Rheinberger Ring, Größe: ca. 1.700 qm
  • Bezirk Rheinhausen/Rumeln:
    Stadtkern Ost/Friedrich-Ebert-Str., Größe: ca. 1.254 qm
  • Bezirk Süd:
    Kaiserswerther Str./Angertaler Str. (am Schwanenteich neben Biegerpark), Größe: ca. 1.500 qm

Die Bäume werden in weitem Abstand von 10 m gepflanzt. Die Flächen drumherum werden als Wildblumenwiesen entwickelt. Hierzu wird regionales Saatgut von der Biologischen Station Bonn verwendet, das ausschließlich Pflanzen beinhaltet, die hier natürlich vorkommen und wieder vermehrt angesiedelt werden sollen.

Es werden 77 Apfelbäume, 22 Birnenbäume 11 Pflaumenbäume gepflanzt.


Blumenampeln und -säulen

Mit den Mitteln der Duisburg Agenda "Duisburg soll erlebbar grüner werden" sind für 100.000 Euro Blumenampeln und für 100.000 Euro Blumensäulen für das Duisburger Stadtgebiet gekauft worden. 

Konkret bedeutet das: 535 weitere Blumenampeln an Straßenlaternen sowie weitere 122 Blumensäulen. Neben den Sorten Geranien und Petuninen mit intensiver Farbpracht und Strahlkraft, sind in den Blumenampeln und -säulen auch Bidens sowie Verbenen vorhanden, die besonders für Insekten interessant sind.


Hochbeet-Sitzmöblierung

Für rund 100.000 € werden neue Hochbeete angefertigt und bepflanzt. 

Jedes Hochbeet besteht aus drei Einzelelementen. Ein Einzelelement hat eine Größe von 1,50 m x 2,70 m, es werden immer drei zusammengestellt. In Summe ergibt sich somit eine Größe von 4,50 m x 2,70 m. Die gefertigten Hochbeetkästen werden mit Vegetationssubstrat gefüllt und mit dem jeweiligen Standort angepassten insektenfreundlichen Stauden bepflanzt. 
Somit werden Grünanlagen mit diesen kombinierten Hochbeet-Sitzmöbeln unter Einbeziehung der Pflanzung von Klimapflanzen und Insektenweiden qualitativ aufgewertet.

Auf folgenden Flächen werden Hochbeete angelegt:

  • Bezirk Walsum
    Grünanlage Paßmannhof
  • Bezirk Hamborn
    Grünanlage Mecklenburger Straße
  • Bezirk Meiderich/ Beeck
    Grünanlage Museum für Binnenschifffahrt
  • Bezirk Homberg/ Ruhrort
    Grünanlage Lutherpark
  • Bezirk Mitte
    Grünanlage Kremerstraße
  • Bezirk Rheinhausen
    Grünanlage Rathaus Rheinhausen
  • Bezirk Süd
    Grünanlage Im Haagfeld/ Am Bruchgraben

Staudenbänder

Voraussichtlich im Oktober 2022 werden Stauden in bisher eintönige Rasenflächen gesetzt. Die Pflanzen sind zu Beginn ca. 10 cm hoch und blühen zu unterschiedlichen Zeiten. Es werden Staudenbeete in ganz unterschiedlichen Formen an unterschiedlichen Standorten angelegt. Insgesamt werden 3 verschiedene Mischungen gepflanzt, die aus blühenden Stauden und Gräsern bestehen. Besonders die sehr gräserlastige Mischung wird eine Wuchshöhe von bis zu 2,00 m erreichen. 

Folgende Flächen werden mit Staudenbändern bepflanzt:

  • Bezirk Hamborn/Marxloh:
    Stockholmer -/ Schulte-Marxloh-Str. : Als straßenbegleitende Staudenpflanzung in kleinen Verkehrsinseln, Mischung „Silbersommer“
  • Bezirk Meiderich: 
    Kreisverkehr Varziner -/ Emmericher Str.: Als Kreisverkehrsbepflanzung, Mischung „Tanz der Gräser“
    Emmericher Str./Zoppenbrückstr.: Straßenbegleitend auf einer Rasenfläche, Mischung „Tanz der Gräser“
  • Bezirk Homberg/Baerl:
    - Grafschafter-/Heinrich-Kerlen-Str.: Auf eine Rasenfläche, ellipsenförmig, Mischung „Silbersommer“
    - Grafschafter Str. im weiteren Verlauf, straßenbegleitend als kleine Inselbeete, Mischung „Bernburger Blütensaum“
    - Hubertusplatz: Innerhalb der Grünanlage als Inselbepflanzung, momentan Sommerblumenbeet, Mischung „Tanz der Gräser“
  • Bezirk Mitte:
    Schwanenstr. straßenbegleitend und z. T. als Inselbepflanzung, Mischung „Silbersommer“
  • Bezirk Rheinhausen:
    Kreisverkehr Logport, Moerser Str./Margarethenstr., Mischung „Tanz der Gräser“
  • Bezirk Süd:
    Kreisverkehr Düsseldorfer Landstr./Joh-Molzahn-Str., Mischung „Bernburger Blütensaum“, als 3 m breiter Streifen ringförmig 

Straßenbäume

Das Budget für die Beschaffung weiterer Straßenbäume beträgt 750.000 €. Davon werden 536 Bäume für das Projekt bestellt.

Die Auswahl der Sorten ist vielfältig, so wurden unter anderem Ahorn, Buche, Esche, Ginkgo, Zierapfel, Platanen, Winterlinde und Ulmen eingekauft. Bei der Auswahl der Gattungen und Arten wurde darauf geachtet, dass die Bäume klimaresilient sind und relativ gut Streusalz vertragen. 

Die Pflanzungen werden ab Herbst beginnen und abhängig vom Bodenfrost, im Frühjahr 2023 enden.