Morsbags nähen

Morsbags nähen und nutzen, Wale und Vögel schützen

Morsbags nähen

„Umbrüche“ so lautet das diesjährige Motto der Duisburger Wochen für Umweltschutz.
Anlässlich der Umweltwochen wollen wir einen Morsbag-Pod in Duisburg initiieren. Dafür suchen wir Unterstützung.

Wer macht mit? Wer spendet Stoffe, wer näht mit?

Das nächste Morsbag-Nähcafé findet am Mittwoch, den 21. Juni 2017 von 14-17 Uhr im Tagungsraum des Recyclinghofs Nord, Im Holtkamp 84, 47167 Duisburg statt.

Am Samstag, den 24. Juni 2017 gibt es von 10 – 18 Uhr eine Morsbag-Nähaktion auf dem Umweltmarkt auf der Königstraße in der Duisburger Innenstadt am Stand der Wirtschaftsbetriebe.

Eine vorherige Anmeldung wäre schön: abfallberatungwb-duisburgde, Info-Telefon (0203) 283-3000

Wie ist die Morsbag-Aktion entstanden?

Anfang 2017 verendete ein Cuvier-Schnabelwal vor der norwegischen Insel Sotra, der 30 Plastiktüten und weitere Kunststoffabfälle im Magen hatte. Das Plastik hatte einen Pfropf gebildet. Der Wal verhungerte mit einem Magen voller Plastik.

Eine andere Geschichte von einem qualvollen Tod erlebte Claire Morsman bei einem Spaziergang. Sie stieß auf einen Vogel, der sich hoffnungslos in einer Plastiktüte verheddert hatte. Sie beschloss fortan keine Plastiktüten mehr zu verwenden.

Clair Morsman begann für sich und ihre Familie Taschen aus alten Stoffen zu nähen. Weitere Taschen nähte sie für ihre Freundinnen. Sie hörte nicht mehr auf Taschen zu nähen und zu verschenken, bis sie bereits im ersten Jahr 1.000 Stück verteilt hatte. Die Geschichte nahm Fahrt auf. Ein Label wurde kreiert und die Webseite www.morsbags.com aufgebaut.

Inzwischen werden weltweit Stoffe gesammelt und zu Taschen, nach der Initiatorin Morsbags genannt, verarbeitet und verschenkt. Rund 1.600 Pods, das sind die einzelnen oder in Gruppen organisierten Nähaktivisten, fertigten und verschenkten bereits 230.000 Morsbags.

Morsbags können ganz einfach oder sehr kunstvoll gefertigt sein. Sie können alleine oder gemeinsam mit anderen nähbegeisterten Menschen angefertigt werden. Aber in Gesellschaft macht es besonders viel Spaß, Stoff zuzuschneiden, Kanten umzubügeln, die einzelnen Teile zusammenzunähen und sich für eine tier- und menschenfreundlichere Welt mit weniger Plastikabfällen einzusetzen.