Abfalllernpfad für Schulen

Wie wird Abfall richtig getrennt? Auf dem Abfalllernpfad wird es gezeigt!

Wussten Sie eigentlich, dass jeder Duisburger im Jahr 563 kg Müll produziert? Das entspricht fast dem Leergewicht eines alten VW Käfers!

Müll ist jedoch nicht einfach Abfall. Besonders im Restmüll stecken jede Menge Wertstoffe - so genannte Sekundärrohstoffe. Es gilt also, diese Rohstoffe herauszufiltern.

Der Abfalllernpfad, der sich besonders an Schulklassen richtet, ist ein sehr gutes Medium, um unseren Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Müll näher zu bringen. Dieses neuartige Bildungsangebot soll motivieren, Abfälle richtig getrennt zu entsorgen oder - noch besser - zu vermeiden. Das Ziel ist die gemeinsame Abfallvermeidung, Abfallwiederverwertung und genaue Abfalltrennung.

Thematisch stehen Aufgaben und Anlagen der Abfallwirtschaft im Mittelpunkt. Anschaulich und altersgerecht werden die Prinzipien eines ökologisch nachhaltigen Stoffstrommanagements als Basis moderner Kreislaufwirtschaft vermittelt.

Dauer einer Exkursion: etwa drei Stunden, schulische Vor- und Nachbereitung wünschenswert

Der Lernpfad berücksichtigt eine inhaltlich-methodische Altersdifferenzierung und bietet die Möglichkeit, nach Vereinbarung besondere Themenschwerpunkte zu setzen. Betreut werden die Klassen durch eine Exkursionsleitung vor Ort, so dass die begleitende Lehrkraft überwiegend Aufsichtsfunktionen übernimmt oder während der Gruppenarbeitsphasen Hilfestellungen gibt. (Diese Exkursionsleitung wird in der Regel aus Mitarbeitern der Kreislauf- und Abfallwirtschaft gestellt.)

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Sie kann sowohl telefonisch als auch schriftlich erfolgen.
Infotelefon (0203) 283 - 3000
abfallberatungwb-duisburgde

Abfalllernpfad für Schulen

Themenschwerpunkte

  • Müll trennen und recyceln, Stoffstrommanagement
  • Kompostieren, natürliche Stoffkreisläufe als Vorbild
  • Stör- und Schadstoffe in der Umwelt
  • Abfall vermeiden
  • Rohstoffe und Energie sparen durch Recycling
  • Energetische Verwertung von Abfällen
  • Umgang mit begrenzten Ressourcen

Schulische Vor- und Nachbereitung
Der Besuch des Recyclingzentrums Nord soll möglichst auch in den schulischen Unterricht eingebunden werden. Eine Handreichung gibt Lehrkräften Anregungen und Empfehlungen zur Vor- und Nachbereitung der Exkursion in der Schule. Sie kann über die Abfallberatung der Wirtschaftsbetriebe ausgeliehen werden.

Ausstattung des Lernortes im Überblick
Ausgangspunkt ist der Schulungsraum im Betriebsgebäude. Hier werden die Besuchergruppen empfangen, erhalten eine kurze Einführung und machen Pause. Für einen situationsorientierten Einstieg in das Thema sorgt eine Installation, die als dauerhafte Ausstattung baulich in den Schulungsraum integriert ist: Aus einer Wand ragt der hintere Teil eine Pkws heraus. Der Kofferraum lässt sich öffnen und ist mit verschiedenen Abfällen, auch Sperrgut, gefüllt.

Vor dem Gebäude sind sechs Lernfelder inszeniert, die durch Wege deutlich voneinander abgegrenzt und mit Stationsschildern gekennzeichnet sind. Ein Lernfeld greift jeweils einen der Themenschwerpunkte auf:

  • Kompostierung - Gartenkompost: eine Rasenfläche mit Komposter, Beerensträuchern, Tisch und Sitzgelegenheiten
  • Littering - Tatort Müllwiese: ein naturbelassenes Wiesenstück mit Obstbaum und herumliegendem Müll
  • Abfallmengen - Müllwaage: verschiedene Abfallarten in ihren Tonnen und eine große Bodenwaage
  • Abfall sortieren - Sortieranlage: Laufband mit Kurbel zum Sortieren von Abfällen
  • Abfall vermeiden - Im Laden: Abfall vermeiden und Ressourcen schonen am Beispiel verschiedener Konsumartikel
  • Energie aus Abfall: ein Experimentiertisch und Sachinformationen zum Thema

Ein Beispiel für die Handlungsmöglichkeiten auf dem Lernfeld Kompostierung:

Lerninhalte
Die Schüler lernen die Bedeutung der Bodenlebewesen beim Abbau von Bioabfällen zu Komposterde kennen. Sie erkennen, dass die Abfälle vollständig verwertet werden und Nährstoffe in der Natur nicht "verloren" gehen. Das Prinzip "Stoffkreislauf" wird am Vorbild Natur nachvollzogen und auf moderne Recyclingprozesse übertragen.

Ausstattung
Auf der Rasenfläche befinden sich ein Komposthaufen und ein Tisch mit zwei Bänken aus Recyclingmaterial oder Holz. Am Rand ist ein Beet mit Beerensträuchern angelegt. In einer kleinen Kiste befinden sich die Arbeitsmaterialien (Bestimmungskarten für Bodentiere, Lupe, Petrischalen, Handschaufeln), ein Binokular steht ebenfalls zur Verfügung.

Aufgabenstellung
Die Schüler untersuchen die Abfälle im Komposthaufen, sehen sich die im Kompost gefundenen Tiere unter dem Binokular an und versuchen, sie zu bestimmen.

Altersdifferenzierung
• 3. - 6. Klasse: Die Kinder erklären die Rolle der Tiere im Kompost und stellen den Rottekreislauf mit Hilfe von Bildmaterial dar.
• 7. - 10. Klasse: Die Jugendlichen erläutern zusätzlich die Wirkungen eines schadstoffhaltigen Fehlwurfs im Kompost.
•ab 11. Klasse: Hier werden die am Rotteprozess beteiligten Bodenorganismen noch weiter differenziert. Der Stoffkreislauf wird am Beispiel "Stickstoff" nachvollzogen.