Hochwasserschutz

Hochwasserschutz in und für Duisburg am Rhein.

Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre an Rhein, Oder, Elbe und zuletzt auch an der „kleinen“ Issel haben eindrücklich die Bedeutung des Hochwasserschutzes vor Augen geführt.

Um die Folgen, die solche Hochwasserereignisse für die Menschen haben, abzumildern oder möglichst sogar ganz zu verhindern, ist ein vorbeugender technischer Hochwasserschutz notwendig.

Mit Datum vom 31. Oktober 2014 wurde zwischen den hochwasserschutzpflichtigen Deichverbänden, Kommunen am Rhein, Umweltminister Johannes Remmel sowie der Bezirksregierung Düsseldorf als gemeinsame Strategie der „Fahrplan Deichsanierung“ vereinbart.

Demnach sollen einvernehmlich bis Ende 2025 alle Hochwasserschutzanlagen am Rhein im Regierungsbezirk Düsseldorf an die heutigen technischen Regeln angepasst werden.

Das bedeutet für Stadt Duisburg, dass ca. 24,25 km Deich an Rhein und Anger sowie das Sperrtor Marientor zu sanieren sind. Zusätzlich ist das Sperrtor Marientor um einen redundanten Verschluss zu ergänzen.

Die vorhandenen Deiche schützen das Duisburger Stadtgebiet vor einem Hochwasserereignis, das einmal in 300 bis 500 Jahren auftritt.

In Duisburg liegt diese verantwortungsvolle Aufgabe im Auftrag der Stadt Duisburg in den Händen der Wirtschaftsbetriebe Duisburg und wird von der Arbeitsgruppe Hochwasserschutz/Gewässer wahrgenommen.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Rhein, der mit einer Länge von 37,5 km Duisburg durchströmt. Von einem Rheinhochwasser geht auch die größte Gefahr einer Überflutung des Stadtgebietes aus.

Mehr als 300.000 Einwohner Duisburgs, ca. 40% des Stadtgebietes sowie Sachgüter, deren geschätzter Wert im Bereich von 30 Mrd. € liegt, werden in Duisburg durch Hochwasserschutzanlagen vor Überschwemmungsschäden geschützt.

Die Instandhaltung der Hochwasserschutzanlagen fällt ebenfalls in das Aufgabengebiet der Wirtschaftsbetriebe Duisburg als Dienstleistung für die Stadt Duisburg. Hierzu gehören neben regelmäßigen Kontrollgängen an den Deichen auch das Mähen der Deichflächen, das Entfernen von Bäumen, das Verfüllen von Wühltierbauten und die Instandhaltung der fast 100 Einbauten wie Treppen und Rampen in den Deichen.

Hochwasserschutzzentrale
Die Hochwasserschutzzentrale ist für die Koordinierung und Abstimmung der Kontrollgänge auf den Deichen und evtl. durchzuführender Maßnahmen sowie Festlegung der jeweiligen weiteren Vorgehensweisen im Falle eines Hochwassers zuständig.

Ab einem Pegelstand von + 6,0 m am Pegel Duisburg Ruhrort wird die Hochwasserschutzzentrale eingerichtet. Ab + 10,0 m RP ist die Hochwasserschutzzentrale Tag und Nacht besetzt.

Hochwasserschutzpflichtige auf Duisburger Stadtgebiet
Die Hochwasserschutzpflicht liegt nicht allein bei der Stadt Duisburg. Teilweise ist die Hochwasserschutzpflicht auf Firmen übertragen worden, die Rheinanlieger sind, teilweise wird diese eigenverantwortlich von Deichverbänden wahrgenommen. Auf dem Duisburger Stadtgebiet sind insgesamt drei Deichverbände für die Unterhaltung von Deichen zuständig. Der Deichverband Walsum unterhält Deiche von insgesamt 5,75 Kilometern Länge in Walsum, der Deichverband Orsoy Deiche von 4,7 Kilometern Länge in Baerl und der Deichverband Friemersheim Deiche von 10,74 Kilometern Länge in Rheinhausen und Homberg.

Adresse:
Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR
WBD-SI 22
Hochwasserschutz und Gewässer
Schifferstr. 190
47059 Duisburg

Kontakt:
Herr Graf-Schreiber
Telefon: (0203) 283 - 3558
Telefax: (0203) 283 - 3068
w.graf-schreiberwb-duisburgde