Grundwasser-Beobachtung

Den Grundwasserspiegel im Blick.

Grundwasserbeobachtung

Grundwasser entsteht durch die Versickerung von Niederschlagswasser und durch das Eindringen von Wasser im Uferbereich von Oberflächengewässern in den Untergrund.

Beim Grundwasserspiegel, der in Duisburg regional unterschiedlich zwischen einem und 14 Metern unter der Geländeoberfläche verläuft, ist aber zu beachten,  dass dieser teilweise beträchtlichen Schwankungen unterliegt, die jahreszeitlich (manchmal auch noch längerfristig) bedingt sind und bis zu sieben Meter betragen können. Dies gilt insbesondere für Gebiete in der Nähe des Rheins oder der Ruhr. Die grundsätzliche Grundwasserströmung ist hin zum Rhein, jedoch wird bei hohen Wasserständen im Rhein das Grundwasser ins Hinterland zurückgedrängt und es steigen die Grundwasserstände.

Neben schwankenden Abflüssen in den Gewässern wirken sich auch Grundwasserförderungen von Industrie und Wasserwerken in ihren Einzugsgebieten absenkend auf den Grundwasserspiegel aus, was als dauerhaft niedriger Grundwasserstand wahrgenommen wird. Die in den letzten Jahren aufgetretene, grundsätzlich zu begrüßende Tendenz zum sparsamen Wasserverbrauch führt aber dazu, dass seit Jahrzehnten vorgenommene Wasserförderungen entweder reduziert oder gänzlich aufgehoben werden. Dies hat dann zur Folge, dass der vorher abgesenkte Grundwasserspiegel wieder auf seine ursprüngliche Höhe ansteigt.

Die Kenntnis der Grundwasserstände ist für unterschiedliche unterirdische Infrastrukturmaßnahmen notwendig, aber auch für private Bauvorhaben von Interesse.

Als Schlagwörter seien hier beispielsweise der Schutz vor eindringendem Grundwasser oder auch die Auftriebssicherheit genannt. Oberflächennahe Grundwasserstände können unter Umständen auch zum Versagen von Niederschlagsversickerungen führen, da benachbarte Gebäude dadurch vernässt werden könnten. Stark wechselnde Grundwasserstände können das Setzungsverhalten des Bodens beeinflussen.

Grundwasserbeobachtungsnetz

Die Aufgabe der Grundwasserbeobachtung auf dem Duisburger Stadtgebiet ist wie folgt aufgeteilt:

  • Linksrheinisch werden die Grundwasserbeobachtungsbrunnen von der LINEG betrieben;
  • Rechtsrheinisch obliegt diese Aufgabe der Arbeitsgruppe SI 22 bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg.

In der Zuständigkeit der Wirtschaftsbetriebe befinden sich flächendeckend ca. 300 Grundwassermessstellen, deren Daten regelmäßig ausgelesen werden. Nach entsprechender Datenaufbereitung werden dann sogenannte Flurabstandskarten und Grundwassergleichenkarten erstellt.

Verschiedene Institutionen und Firmen unterhalten weitere Messstellen, deren Daten uns ebenfalls zur Verfügung stehen.

Insgesamt stehen rund 600 Peilrohre zum Zweck der Grundwasserbeobachtung auf 233 km² des Duisburger Stadtgebietes zur Verfügung.   

Grundwasserauskunft

Die Grundwasserauskünfte werden für alle Grundstücke in Duisburg, die rechts des Rheins liegen, von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg gegen Entgelt erteilt. 
Über folgenden Antrag können Sie Grundwasserauskünfte anfordern:

Adresse:
Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR
WBD-SI 22
Schifferstr. 190
47059 Duisburg

Erreichbarkeit:
Frau Eimers
Telefon: (0203) 283-6774
Telefax: (0203) 283-3068
j.eimerswb-duisburgde

Herr Poyck
Telefon: (0203) 283-4025
Telefax: (0203) 283-3068
c.poyckwb-duisburgde

Für alle linksrheinischen Grundstücke werden die Grundwasserauskünfte von der LINEG erteilt.

Adresse:
Linksniederrheinische
Entwässerungs-Genossenschaft
Friedrich-Heinrich-Allee 64
47475 Kamp-Lintfort

Erreichbarkeit:
Frau Wellmann-Theussen
Telefon 02842-960 522
Telefax 02842-960 499

wellmann.klinegde